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Schlossruine Hartenstein

Talstraße 1
08118 Hartenstein

Einst war das Schloss Hartenstein Zentrum der Schönburgischen Lande. Die Fürsten von Schönburg hatten hier für 500 Jahre ihren Wohnsitz und verwalteten Land und Leute. Das Schloss selbst erlebte Höhen und Tiefen; einzelne Gebäude wurden angebaut und nach den verschiedenen Epochen in den jeweiligen Baustilen umgestaltet. Hugo II. ließ im Jahre 1584 eine Schlosskapelle in den Räumen der ehemaligen Waffenhalle einrichten. Die letzten größeren Bau- und Renovierungsarbeiten wurden von Fürst Alois von Schönburg-Hartenstein im Jahre 1897 veranlasst.
Am 20. April 1945 wurde die Schlossanlage von amerikanischen Tieffliegern angegriffen und zerstört.

 

Bereits 1937 wurde das Schloss als Freilichtbühne mit Aufführungen von E. v. Wildenbruch "Die Rabensteinerin" und W. Shakespeare "Sommernachtstraum" genutzt. Später, nach Ende des 2. Weltkrieges, im Jahre 1957, fanden im Rahmen des "Nationalen Aufbauwerkes" mit großer Einsatzfreude wieder Kulturveranstaltungen statt. Der innere Schlosshof fasste 800 Sitzplätze für die Freilichtbühne. Eine Laienspielgruppe führte mit großem Erfolg Bühnenstücke, wie "Der sächsische Prinzenraub" oder "Nicol List", auf. Welch magischer Zauber, als bei zunehmender Dunkelheit im blendenden Scheinwerferlicht die Mauerreste gespenstisch aufleuchteten!
Auch der Förderverein Schlossruine Hartenstein e.V. wird mit Engagement und viel Liebe zum Detail diese schöne Tradition fortführen.

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