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Ausstellung: Eine Reise durch Sachsen. Fotografien von Karlheinz Rothenberger

Short facts

Ab dem 11. Februar 2024 ist im Museum Priesterhäuser Zwickau eine neue Sonderausstellung mit dem Titel „Eine Reise durch Sachsen. Fotografien von Karlheinz Rothenberger“ zu sehen. Die Schau lädt bis zum 28. April 2024 dazu ein, diese Reise mit den Augen des Fotografen, sozusagen subjektiv durch das Objektiv mitzuerleben.
 
Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung bereiste Karlheinz Rothenberger Ostdeutschland, um den ihm bislang verschlossenen, allenfalls aus Büchern bekannten Teil Deutschlands mit eigenen Augen zu erleben. Sachsen mit seinen bedeutenden Städten, den historischen Baudenkmälern, den vielfältigen Landschaften und nicht zuletzt den aufgeschlossenen Menschen zog ihn immer wieder in den Bann.
 
Die Fotografie, insbesondere in Schwarzweiß, ist seit seiner Jugend eine persönliche Leidenschaft. Die Praktina aus Dresden war seine erste Spiegelreflexkamera. So war es selbstverständlich für ihn, bei den verschiedensten Gelegenheiten Eindrücke in Sachsen mit der Kleinbildkamera festzuhalten. Entstanden ist dabei eine Foto-Ausstellung, die viele bekannte Orte in Sachsen zeigt. So führt die fotografische Reise u. a. in die beeindruckende Natur des Elbsandsteingebirges oder zu Sehenswürdigkeiten in Bautzen, Görlitz, Dresden und Zwickau. Anhand von vierzig Bildmotiven aus Sachsen lädt die Schau von Karlheinz Rothenberger im Museum Priesterhäuser Zwickau zu einer ganz besonderen Reise durch Sachsen ein.
 
Karlheinz Rothenberger wurde 1945 in Landshut geboren und studierte Medizin in München und Zürich. Nach Assistenzarztjahren in der Inneren Medizin und Chirurgie wendete er sich der Urologie zu. Nach fundierter Facharztausbildung konzentrierte er sich als Oberarzt vermehrt auf operative Techniken und wissenschaftliche Forschung, z.B. der damals brandneuen Lasertechnik. 1983 kehrte er als Chefarzt in seine Heimatstadt zurück und gründete die Urologische Klinik. Parallel dazu widmete sich Rothenberger schon früh der Fotografie, so beteiligte er sich bereits 1967 mit zwei Arbeiten an der Ausstellung des Deutschen Jugendfotowettbewerbs in Düsseldorf.
 
Inzwischen hat sich der Künstler und Arzt ganz auf die Schwarzweiß-Fotografie in analoger Kleinbildtechnik fokussiert. Früher kamen Spiegelreflexkameras zum Einsatz, jetzt hat die Leica M7 Priorität. „Subjektiv durch das Objektiv“, „gesehen mit den Augen des Fotografen“ sind frühe Programmpunkte im Schaffen Rothenbergers. Sie beinhalten auch die Wahrhaftigkeit in der Fotografie, die nachträgliche Manipulation des einmal festgehaltenen Augenblicks wird abgelehnt. In der Regel unterbleiben selbst Ausschnittsvergrößerungen, sichtbar am demonstrativen Leica-Rahmen.
 
Die Sichtweise Rothenbergers ist neugierig und interessiert, aber auch einfühlend und wohlwollend, nie verletzend und indiskret. Neben industriellen und handwerklichen Arbeiten stehen die Darstellung der menschlichen Persönlichkeit und landschaftliche Formen in der Themenliste obenauf, gesehen in Einzelausstellungen von Wien über München, Berlin bis Algund/Italien und Herrmannstadt/Rumänien, sowie einer Gruppenausstellung in Hamburg. Acht Kalender, sieben Bücher sowie Zeitschriftenbeiträge runden den Arbeitskatalog ab.

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