Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Mozarts »Die Zauberflöte« ist weit mehr als ein Märchen mit bekannten Melodien – sie ist ein musikalisches Plädoyer für Selbstdenken, Reife und Versöhnung. Im Zentrum stehen nicht die Königin der Nacht und Sarastro, sondern zwei junge Menschen, die zwischen
diese Machtpole geraten: Pamina und Tamino. Beide werden instrumentalisiert. Die Königin der Nacht benutzt Tamino als Werkzeug ihrer Rache und setzt ihre Tochter emotional unter Druck.
Sarastro wiederum entzieht Pamina der Mutter, verschweigt aber seine Motive und unterwirft Tamino strengen Prüfungen – im festen Glauben, zu wissen, was richtig ist. Gut und Böse sind hier keine festen Größen, sondern Perspektiven. Mozart und sein Librettist
Emanuel Schikaneder entlarven Machtansprüche auf beiden Seiten als grenzüberschreitend. Die eigentliche Bewegung der Oper geht von Pamina und Tamino aus. Sie bestehen ihre Prüfungen nicht durch Gehorsam, sondern durch Vertrauen, Standhaftigkeit und gegenseitige Liebe. Besonders Pamina ist dabei keine passive
Figur, sondern moralisches Zentrum des Werks: Sie entscheidet sich bewusst gegen Hass und Gewalt und für einen Weg der Vernunft.
Indem das Paar gemeinsam handelt, überwindet es den Konflikt der älteren Generation, nicht durch Sieg, sondern durch Einsicht. 1791, im Jahr von Mozarts Tod, entstand so ein Werk der Aufklärung im Gewand des Volkstheaters: zuganglich, witzig, tiefgründig. »Die Zauberflöte« erzählt davon, wie man sich aus ideologischen Zuschreibungen befreit - und wie Menschlichkeit stärker sein kann als jede Macht. Eine Oper, die verzaubert, weil
sie uns zutraut, klüger zu werden.
Musikalische Leitung Leo Siberski
Regie Horst Kupich
Bühne und Kostüme Jakob Knapp
Dramaturgie Josias Ray, Christina Schmidt
Choreinstudierung Michael Konstantin
Mit Elisabeth Birgmeier, Christina Maria Gass, Manja Ilgen, Silke Jahn-Popov,
Joanna Jaworowska, Paula Mürb-Hauschild, Qiuyaxu Jin, Viktorija Narvidaité, Jacqueline Treydel, Beata Panfil, Iwona Semla, Natalia Willot; Markus Ahme, André Gass, Marian Hadraba, Wonjong Lee, Nikolaus Nitzsche, Gabriel Schwärski, Andrey Valiguras, Gabriel
Wernick; Opernchor und Extrachor des Theaters Plauen-Zwickau; Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau
Soiree: 14. Oktober | 18.00 Uhr | Eintritt Frei
Öffentliche Probe: 14. Oktober | 19.00 Uhr | Eintritt Frei
Premiere: 18. Oktober | 18.00 Uhr | im Anschluss Premierenempfang im Foyer
Weitere Vorstellungen: 21. Oktober | 19.30 Uhr + 25. Oktober | 18.00 Uhr
Kartenpreise: 11,00-42,00 €