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Die Geschichte des Sachsenrings

Am Sachsenring 2
09353 Oberlungwitz
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Die Geschichte des Sachsenrings ist bewegend, teils kurios und interessant zugleich. Wie ist die Rennstrecke eigentlich entstanden, wer waren die Legenden, wer die ersten Sieger? Wie wurde der Sachsenring zu dem was er heute ist?

 

In der Entwicklung gab es nicht nur gute Zeiten. Schließlich fiel die Geschichte der Rennstrecke auch in die Zeit des 2. Weltkrieges und auch die DDR-Regierung betrachtete den Sachsenring eher als Gefahr und nicht als Chance. Dennoch ist der Sachsenring heute eine bedeutende und geliebte Rennstrecke - sowohl für die Fahrer als auch für zehntausende Zuschauer.

 

Interessantes im Überblick

1927

Badberg-Viereck Rennen am 26. Mai

 

1928

Zweites und vorerst letztes Rennen.

Im Unfalljahr führten 41 Rennunfälle und 133 Hilfeleistungen des Roten Kreuzes mit 21 Verletzten zu schweren und massiven Angriffen aus der Bürgerschaft. Daher schwiegen die Motoren in Hohenstein-Ernstthal bis 1934.

 

1934

Austragungsort Großer Preis von Deutschland und internationaler Rennen in den Klassen 250ccm, 350ccm und 500ccm

 

1935

Austragungsort Großer Preis von Deutschland und internationaler Rennen in den Klassen 250ccm, 350ccm und 500ccm

 

1936

Austragungsort Großer Preis von Europa

 

1937

Der "Sachsenring" erhält seinen Namen

Austragungsort Großer Preis von Deutschland und internationaler Rennen in den Klassen 250ccm, 350ccm und 500ccm

James Guthrie, Sachsenringliebling und Sieger der Rennen 1935 und 1936, verunglückte im Rennen der 500er Klasse tödlich.

 

1938

Austragungsort des Großen Preises von Europa

 

1939

Austragungsort Großer Preis von Deutschland und internationaler Rennen in den Klassen 250ccm, 350ccm und 500ccm

 

1950

Gesamtdeutscher Meisterschaftslauf und Rekordkulisse - 480.000 Zuschauer am Sachsenring

 

1951

Automobilrennen der Extraklasse

Der Suhler Paul Greifzu verweist in der Formel 2 in seinem BMW-Eigenbau den Ex-Europameister Hans Stuck senior auf Platz 2.

 

1952

Höchstleistungen zum "Silbernen Jubiläum" an der 8,731 km langen Strecke

• Start- und Ziel-Holztribüne: 14.000 Sitzplätze auf 240m Länge

• Tribüne an der MTS-Kurve mit 1000 Plätzen

• 1500 Strohballen wurden ausgelegt

• 6 Fußgängerbrücken zwischen Innen- und Außenring

• 100 Streckenbeobachter im Dienst

• 10 Sanitätskraftwagen und 10 Sanitätszelte standen bereit

• 56 Großlautsprecher und 35 "Baumanlagen" waren funktionsfähig

• 800 Agitatoren der SED-Kreisleitung zur politischen Aufklärungsarbeit eingesetzt

 

1960

Straßenweltmeisterschaft im Radsport

 

1961

Ernst Degner siegt im ersten Sachsenring-Motorrad-Weltmeisterschaftslauf

Bis 1972 war der Sachsenring Austragungsort eines Motorrad-Weltmeisterschaftlaufes

 

1966

Stastny besser als Agostini und Hailwood. Am Start war die Welt noch in der richtigen Rennreihenfolge: vorn Hailwood, daneben Agostini und dahinter Stastny. Doch dann Motorprobleme bei Hailwood - Agostini führt mit Rundenvorsprung, fährt aber dann in der letzten Runde, weniger als 2 km vom Ziel entfernt in den Wald. Glücklicher Sieger des Rennens: Stastny.

 

1971

Dieter Braun (BRD) siegte in der 250ccm Klasse.

Beim Abspielen der Nationalhymne waren die Lautsprecher auf der Rennstrecke ausgeschaltet.

Unter der SED-Regierung bewarb man sich nach 1972 nicht mehr um die Austragungsrechte eines GP-Laufes.

 

1972

Letzter Motorrad-Weltmeisterschaft am Sachsenring unter dem DDR-Regime

 

1990

Aus für die Naturrennstrecke Sachsenring

 

1995

Verkehrssicherheitszentrum eröffnet

Der Motorsport sollte zurück an den Sachsenring - mit Unterschriftensammlungen, Protestaktionen und Demonstrationen - 1994 beschloss der Sächsische Landtag die Unterstützung des Projektes "Verkehrssicherheitszentrum am Sachsenring" und im August 1995 wurde die Anlage übergeben.

 

1998

Der Sachsenring erhält für vier Jahre die Motorradweltmeisterschaft (Beschluss 1996)

ADAC Sportchef Hermann Tomczyk: "Die Motorrad-WM gehört zu den besten Fans. Und die gibt es hier am Sachsenring."

Später wird der Vertrag bis 2006 verlängert.

 

2001

Mit Steve Jenkner und Jarno Müller - zwei Sachsen am Start

 

2002

75Jähriges Jubiläum der Rennstrecke

Ein Sachsentrio zur WM - zu Jenkner und Müller gesellt sich Dirk Heidolf

 

2003

Motorradweltmeisterschaftslauf, erstmalig SuperMoto-Lauf, Etappenort der Sachsen Classic Oldtimer Tour

 

2004

Motorradweltmeisterschaftslauf, IDM, SuperMoto, Sachsen Classic und Mini Bike Cup, erstmaliger Lauf DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft

 

Quelle: Sachsen Magazin Spezial: 75 Jahre Sachsenring, Labhard Verlag GmbH, 2002 (außer 1971)

Bilder: Rolf Eggersdorfer

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