Nachdichtungen antiker Meister, sondern auch eigene Lyrik und gründete gar mit Freunden 1825 einen »Litterarischen Verein«, der sich der intensiven Lektüre und dem Austausch über das Gelesene widmete. Bereits als Student las Schumann das 1817 von Lord Byron veröffentlichte Drama »Manfred« und war tief beeindruckt; 1821 veröffentlichte
sein Vater das Werk in einer Übersetzung von Julius Körner. 1839 entstand eine weitere Übersetzung, diese Fassung las Schumann 1848 und begann mit ersten kompositorischen Skizzen. Clara schrieb, Robert habe »sich das Gedicht nach seinen Gedanken arrangiert, um es für die Bühne wirksam zu machen«; im März 1852 wurde die Ouvertüre unter Leitung des Komponisten in Leipzig uraufgeführt. Das gesamte Werk erklang erstmals im Juni 1852 in Weimar unter der Leitung von Franz Liszt. Und der literarisch-musikalische Bogen wird noch weiter geschlagen – die Konzertsaison endet mit einem Bezug auf das Spielzeit-Motto: Es werden »Szenen aus Goethes Faust« zu hören sein, die
als Schumanns »größte Leistung im Bereich der dramatischen Musik« gelten. Im Konzert werden sich Dichtung und Musik verbinden – Schumanns Kompositionen werden ebenso zu hören sein wie die Worte, die ihn dazu inspiriert haben.
Dirigent GMD Leo Siberski Mit Henriette Gödde, Natalia Willot; Emil Greiter, Wonjong Lee, Daniel Koch (Sprecher); Domchor St. Marien Zwickau; Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau
Einführung eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.